Mit dem Rebhuhn rückt ein stark gefährdeter Agrarvogel ins Rampenlicht – und das aus gutem Grund: Sein Lebensraum sind Äcker und landwirtschaftlich genutzte Flächen, wo in den frühen Morgen- und späten Abendstunden die raue Stimme der Hähne erklingt. Doch das Rebhuhn wird immer seltener gehört.
Der Bestand der Rebhühner ist bundesweit seit vielen Jahren rückläufig, die Art gilt als stark gefährdet. Der einst häufige Feldvogel ist heute bei uns zu einem seltenen Bodenbrüter geworden. Ursachen sind sich verändernde Lebensräume durch intensivierte Landwirtschaft, neue Fressfeinde wie dem Waschbär, dem Klimawandel und ein zunehmender Mangel an Insekten.
Im August 2018 wurde zur gezielten Förderung bedrohter Tier- und Pflanzenarten ein Feldflurprojekt um Bad Zwesten eingerichtet. Hierbei handelt es sich um eins von zehn Model Projekten in Hessen.

Vor Beginn wurde durch Ornithologen ein Ausgangsbestand von lediglich acht Brutrevieren nachgewiesen. Hauptziel des Projekts ist die Verbesserung des Lebensraumes für das Rebhuhn, aber auch für viele Vogelarten des Offenlandes.
Durch die gezielte Anlage von blühenden Brachflächen, Säumen und Hecken wurde eine besondere Struktur für das Rebhuhn geschaffen. Die Blühflächen werden mehrjährig auf der gleichen Ackerfläche angelegt. Durch eine wechselnde, halbseitige Bewirtschaftung wird eine besondere Struktur erhalten,
die im Winterhalbjahr Deckung und Schutz bietet. das Projekt wird mit der Unterstützung
ortsansässiger Landwirte durchgeführt. Des Weiteren wird durch die beteiligten Projektkommunen ein deutlich herabgesetzter und zeitlich nach hinten verschobener Mäh- und Mulch Rhythmus durchgeführt.

Am Samstag, den 30.05.2026, um 15:00 Uhr, stellt Frau Andrea Imhäuser vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, das Feldflurprojekt um die Kommunen Borken, Bad Zwesten, Jesberg, Neuental und Gilserberg vor. Veranstaltungsort ist der Posthof in Borken – Kerstenhausen.
Im Anschluss zum Vortrag findet eine Exkursion zu den Projektflächen im Bereich Borken – Zimmersrode statt.
Veranstalter ist die NABU – Ortsgruppe Homberg. Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger, Landwirte
und Naturfreunde.
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